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Bike-Infrastruktur und Koexistenz im Kanton Zürich - die Motion ist eingereicht!
Einige Wochen nach der Veröffentlichung der Bestandes- und Bedarfsanalyse zur MTB-Infrastruktur im Kanton Zürich gibt es den nächsten Schritt in die richtige Richtung! Am 2. Oktober wurde von einigen kantonalen Parlamentarier/innen eine Motion zum Thema “Mountainbike-Infrasktruktur im Kanton Zürich” eingereicht.
Der Regierungsrat wird darin aufgefordert, dem Kantonsrat eine planungsrechtliche Grundlage für eine Mountainbike-Infrastruktur auf Kantonsgebiet zu unterbreiten.Der Bedarf an Infrastruktur für den Mountainbike-Sport ist anzuerkennen und zu ermöglichen. Dabei soll eine von gegenseitiger Toleranz geprägte Koexistenz aller Erholungssuchenden, zu Fuss, zu Ross oder auf dem Velo angestrebt werden. Mit einer attraktiven und bedarfsgerechten Mountainbike-Infrastruktur soll die Nachfrage soweit gelenkt werden, um Nutzerkonflikte mit anderen Erholungssuchenden möglichst zu minimieren und Natur-, Wild und Landschaft zu schonen.
Hauptinitiator der Motion ist SP-Kantonsrat Andrew Katumba, mit dem wir auch im Vorfeld im Austausch waren. Die Motion ist überparteilich breit abgestützt und wird von einer Mehrheit der Fraktionen unterstützt. Züritrails hat gemeinsam mit Trailfriends Kanton Zürich eine Medienmitteilung versandt, beide Vereine unterstützen die Motion.
Was erwarten wir von dieser Motion
(Auszug aus der Medienmitteilung vom 4.10.2023)
Im Kanton Zürich steigen über 100’000 Personen regelmässig aufs Mountainbike. Als Grundlage für eine attraktive und bedarfsgerechte Infrastruktur für Mountainbiker/innen benötigt der Kanton eine Mountainbike-Strategie mit folgenden Elementen:
Es braucht einen aktiven Einbezug der Interessenvertretungen der Mountainbiker/innen in die Planung und Umsetzung des Veloweggesetz sowie weiteren Aktivitäten im Bereich Mountainbike. Nach Art. 5 Abs. 3 sind die Betroffenen sowie die interessierten Organisationen an der Planung zu beteiligen.
Teil der Strategie muss eine offen kommunizierte Koexistenz auf dem bestehenden Wegenetz sein. Nach Art. 43 Abs. 1 des Strassenverkehrsgesetzes dürfen Wege, die sich für den Verkehr mit Fahrrädern nicht eignen oder offensichtlich nicht dafür bestimmt sind [...] mit solchen Fahrzeugen nicht befahren werden. Mountainbiker/innen müssen die Eignung also grundsätzlich auf allen Wegstrecken selbst beurteilen. Nach Art. 6 des kantonalen Waldgesetzes von Zürich ist Radfahren auf Strassen und Wegen erlaubt - bis heute hat der Kanton jedoch keine klare Stellungnahme zur Koexistenz gegeben.
An Orten mit einem hohen Nutzungsdruck sind zusätzliche attraktiv gebaute Mountainbike-Strecken nötig, diese haben auch eine lenkende und somit entflechtende Wirkung. Damit können Konflikte mit anderen Erholungssuchenden verhindert sowie Natur, Wild und Landschaft geschont werden.
Was passiert jetzt?
Der Regierungsrat hat nach der Einreichung der Motion drei Monate Zeit, um dem Kantonsrat mitzuteilen, ob er den Auftrag unterstützt oder nicht. Anschliessend diskutiert der Kantonsrat die Motion und die dazugehörige Stellungnahme der Regierung.
Wenn das Parlament sich gegen das Anliegen der Motion entscheidet, ist die Motion erledigt. Das Eintreffen dieses Szenarios scheint aktuell eher unwahrscheinlich - eine Mehrheit der Fraktionen unterstützt die Motion.
Wenn eine Parlamentsmehrheit die Motion unterstützt, hat der Regierungsrat nach der Überweisung der Motion zwei Jahre Zeit, die entsprechende Gesetzesanpassung auszuarbeiten.
Wir werden über jeden der Schritte informieren. Falls es dich bereits jetzt interessiert, wie es bei der Motion im Anschluss weitergeht, findest du hier eine einfache Erklärung.
Fürs erste heisst das jetzt: Wir warten gespannt ab. Züritrails ist optimistisch, dass mit der Motion die bisher existierende Lücke eines politischen Auftrags im Bereich der Mountainbike-Infrastruktur im Kanton Zürich gefüllt werden kann!
Und in der Stadt Zürich?
Unabhängig von der kantonalen Situation pflegt der Verein Züritrails mit der Stadt Zürich seit Jahren eine konstruktive Zusammenarbeit. Gemeinsam werden so der Bau, Unterhalt und die Weiterentwicklung der Mountainbikestruktur vorangetrieben. Bereits 2017 wurde das erste Mountainbike-Konzept für die Stadt veröffentlicht, eine baldige Überarbeitung steht in Aussicht.
Mit dem Mountainbike-Konzept und der Infrastruktur nimmt die Stadt eine Pionierrolle in der Schweiz ein. Trotzdem würde auch die Stadt von der Motion und einem entsprechenden gesetzlichen Auftrag profitieren:
Der Bedarf an Mountainbike-Infrastruktur wäre anerkannt. Eine Argumentation für neue attraktive Trails ist damit nicht mehr ausschliesslich die “Lenkung” (auch wenn die Lenkung mit attraktiven Angeboten unbestritten gut funktioniert 😉), sondern das Bedürfnis an sich wird zum Argument.
Die Koexistenz auf gemeinsam genutzten Wegen könnte aktiv gefördert werden.
Zusätzlich helfen die planungsrechtlichen Grundlagen für ein langfristig zusammenhängendes Netz über das Gemeindegebiet hinaus. Dieses endet z.B. bereits auf dem Gratweg - vielen von uns geht aber dort noch nicht die Puste aus.
Was kannst du tun?
Ah ja - der Klassiker - werde Mitglied und überrede alle deine Freunde, es auch zu werden. Und komm zu unseren Trailwisches - auch bestehende Trails brauchen Liebe!
Biken im Kanton Zürich Bestand vs. Bedarf - die Analyse ist da!
Vielleicht erinnert sich der eine oder die andere daran - im letzten Jahr haben wir eine Umfrage von Allegra zum Mitmachen geteilt, in der es um das Mountainbiken im Kanton Zürich ging. Diese Umfrage war Teil einer umfassenden Analyse, welche die Firma Allegra Trails GmbH im Auftrag des Amt für Mobilität und des Sportamts durchgeführt hat. Ziel dabei war, den Bestand und Bedarf der Mountainbike-Infrastruktur im Kanton Zürich zu beschreiben. Die Ergebnisse dieser Analyse wurden nun veröffentlicht und damit ihr nicht alle die über 100 Seiten lesen müsst, haben wir das für euch gemacht. Hier gibt es eine Zusammenfassung was drin steht, warum die Analyse so wichtig ist und welche Schritte Züritrails nun vom Kanton erwartet.
Was sagt die Analyse aus?
Für die Analyse wurde das offizielle bestehende Angebot untersucht, Expertengespräche geführt, eine Umfrage durchgeführt und auch Messungen zur Frequentierung von Mountainbike-Trails umgesetzt. Auch auf Daten der Zähler von Züritrails wurde dabei zurückgegriffen.
Die Analyse zeigt klar: Der Bedarf an Mountainbike-Infrastruktur ist heute deutlich grösser als das Angebot. Während es im Kanton Zürich erfreulicherweise 35 Pumptracks gibt, beschränkt sich die Anzahl der offiziellen Biketrails auf nur 6. Allerdings ist es bei der Anzahl offizieller Trails und über 100’000 Bikern und Bikerinnen im Kanton kein Wunder, dass auch andere Wege mit dem Bike gefahren werden. Insgesamt wurden über 300 Wege identifiziert, die als Mountainbike-Trail genutzt werden.
Offizielle Infrastruktur im Vergleich mit tatsächlicher Nutzung durch Bikerinnen und Biker
Wie sieht es in der Stadt Zürich aus?
Die Analyse befasst sich mit dem gesamten Kanton, teilt diesen aber in verschiedene Bereiche ein. Ein Bereich davon ist die Stadt Zürich und Umgebung - dadurch sind auch spannende Informationen zur Stadt selbst dabei. Im Kanton hat die Stadt Zürich mit der höchsten Bevölkerungsdichte auch den höchsten Bedarf an Mountainbike-Infrastruktur. Dank dem langjährigen Einsatz des Vereins und einer guten Kooperation mit der Stadt hat es in der Stadt auch die meisten Trails - vier der sechs offiziellen Trails im Kanton sind auf Zürcher Stadtgebiet. Trotzdem wird auch hier klar festgestellt, dass das Angebot den Bedarf nicht deckt. Dass z.B. allein der Antennentrail über 60’000 mal pro Jahr gefahren wird, zeigt das grosse Bedürfnis deutlich auf.
Warum ist die Analyse wichtig?
Die Analyse schafft eine Grundlage für die nächsten Schritte zur Weiterentwicklung der Mountainbike-Infrastruktur im ganzen Kanton und damit auch in der Stadt Zürich. Diese ist extrem wichtig, vor allem vor dem Hintergrund der Umsetzung des Veloweggesetz. 2018 hat die Schweizer Stimmbevölkerung den Bundesbeschluss Velo angenommen, seit Januar 2023 ist das Veloweggesetz in Kraft. Das Gesetz verpflichtet die Kantone zur Planung und Umsetzung von Velowegnetzen - im Alltagsverkehr, aber auch im Freizeitbereich inklusive Mountainbike.
Das Gesetz gibt den Kantonen fünf Jahre Zeit, um diese Netze zu planen (bis 2027) und 20 Jahre, um sie umzusetzen (bis 2042). Diese Jahre sind also nicht nur zentral, um dem heutigen Bedarf besser gerecht zu werden, sondern weiter voraus zu planen und langfristig ein attraktives Netz zu entwickeln. Dank der Analyse gibt es nun eine fundierte Grundlage für diese anstehenden Arbeiten auf kantonaler Ebene.
Wie geht es jetzt weiter?
Aus der Bestand- und Bedarfserhebung gibt es klare Handlungsempfehlungen an den Kanton:
Im Rahmen der aktuellen und anstehenden Arbeiten sind verschiedene Behörden involviert. Wichtig ist, dass ein Grossteil der Verantwortung nicht bei den Auftragsstellenden der Analyse (Sportamt und Fachstelle Veloverkehr), sondern beim ALN (Amt für Landschaft und Natur) & ARE (Amt für Raumentwicklung) liegt.
Als grösster Mountainbike-Verein im Kanton mit jahrelanger Erfahrung bei Infrastrukturprojekten rund um die Stadt Zürich geben wir den Mountainbikerinnen und Mountainbikern eine Stimme. Auf kantonaler Ebene erwarten wir von den Behörden:
Ein zügiges Handeln im Sinne der Handlungsempfehlungen aus der Bestandes- und Bedarfserhebung
Den zeitnahen Auftrag für die Ausarbeitung eines MTB-Konzepts für den Kanton Zürich
Einen aktiven Einbezug der Interessenvertretungen der Mountainbikerinnen und Mountainbiker in die Planung und Umsetzung des Veloweggesetz
Auf Stadtgebiet sind wir mit der Grün Stadt Zürich und dem Sportamt der Stadt im Austausch. Einzelne der bestehenden offiziellen Trails konnten gebaut werden, weil bereits 2017 gemeinsam ein Mountainbike-Konzept für die Stadt erarbeitet wurde. Dieses soll alle fünf Jahre auf seine Aktualität überprüft und falls nötig überarbeitet werden. Wir begrüssen, dass die Stadt diese Überarbeitung nun im Rahmen der aktuellen Entwicklungen angeht. Damit wird lokal der Grundstein für eine Verbesserung des Zürcher Trailnetz und der Mountainbike-Infrastruktur gelegt.
Insgesamt zeigt die Studie auch Folgendes klar auf: Es wird extrem schwierig werden, durch reine Mountainbikestrecken den Bedarf an Biketrails zu decken - dies wäre zudem weder wirtschaftlich effizient noch ökologisch nachhaltig. Darum macht nur die Koexistenz, also eine gemeinsame Nutzung des Wegenetzes durch Bikerinnen und Wanderer, Sinn. An Orten mit hohem Nutzungsdruck wie rund um die Stadt Zürich sind zusätzlich attraktiv gebaute Mountainbike-Strecken nötig, diese haben auch eine entflechtende Wirkung.
Wir werden an dieser Stelle weiter über Fortschritte zu konzeptionellen Arbeiten und auch über konkrete Pläne berichten.
Was kannst du tun?
Auf die Gefahr hin, dass wir uns wiederholen - falls du die Trails rund um die Stadt Zürich nutzt und dir mehr davon wünschst - unterstütze unsere Arbeit und werde Mitglied! Falls du schon Mitglied bist, ermutige auch deine Bikekollegen, beizutreten!
Unsere Bike Zähler - Wieso sind sie wichtig und wie funktionieren sie?
An der jährlichen GV von Züritrails präsentieren wir jeweils die Abfahrtszahlen der Trails vom letzten Jahr. Aber warum sind diese Zahlen so wichtig?
Die Zahlen sind extrem wertvoll, um das steigende Wachstum des Bikens rund um Zürich aufzuzeigen.
Zentral dabei ist, dass wir nicht über persönliche Erfahrungen oder Einschätzungen sprechen - die Zähler liefern dabei eine Datengrundlage, die man nicht so einfach kleinreden kann.
So bringen die Zähler Legitimation für das Bedürfnis nach mehr Trails. Mit den Zahlen konnten wir eine grosse Zunahme in den letzten 5 Jahren und mittlerweile eine sehr grosse konstante Nachfrage gegenüber der Stadt beweisen.
So läuft es bisher im 2023
Auch dieses Jahr konnten wir in den ersten sechs Monaten bereits ca. 67’000 Abfahrten auf den Trails verzeichnen - und die zweite Jahreshälfte ist im allgemeinen die noch stärkere!
Wie sammeln wir diese Daten?
Solche Zahlen schon seit vielen Jahren verlässlich zu sammeln ist ein grosser Luxus für einen Verein - wir verdanken das unserem Vorstandsmitglied Guido Schnider - er ist seit Jahren selbst am basteln, um uns diese fundierten Einblicke zu ermöglichen.
Bevor wir selber aktiv wurden, hatte die Stadt Zürich einige Zähler im Einsatz, dessen Standorte geheim waren und die Bikes wurden über Induktionsschleifen im Boden gezählt. Die Auswertung macht die Stadt und die Zahlen wurden uns nur auf Nachfrage kommuniziert. Die Geräte waren anfällig und die Zahlen mussten manuell vor Ort, einmal pro Jahr, aus dem Speicher ausgelesen werden. Als die Geräte dann defekt waren, wurden sie nicht mehr ersetzt und wir wussten somit nicht, wie sich die Zahlen entwickelten. Dies in einer Zeit, wo wir stark den Eindruck hatten, dass der Bikeboom immer mehr Leute auf die Trails bringt. Dies war im Jahr 2019.
Angefangen hat das ganze, weil wir uns auf die Zähler der Stadt nicht mehr verlassen konnten (und wollten). Es musste also was eigenes her. Die Angebote im Internet wie z.B. Eco-Counter waren aber alles andere als günstig und daher war fix fertig kaufen auch kein Thema. Als Software Entwickler war dann der Gedanke nahe, das Ganze dann halt selber zu entwickeln. Mein Arbeitgeber gibt mir jedes Jahr zwei Wochen Zeit für eigene Projekte und somit ging ich an die Arbeit.
Was waren unsere Anforderungen?
Daten sollten mehr oder weniger in Echtzeit ins Internet übertragen werden
Die Batterien sollten mindestens ein halbes Jahr halten
Die Geräte sollten einfach zu installieren sein
Die Hardware sollte pro Zähler maximal ein paar Hundert Franken kosten
Wie wird gezählt?
Gezählt wird per Passiv Infrarot Sensor (PIR) Sensor - wie man es man von Bewegungsmeldern kennt, die zu Hause das Licht anmachen.
Der PIR Sensor ist immer am lauschen und wenn sich etwas bewegt, dann wird der Controller Chip aufgeweckt und die Zahl wird um +1 erhöht. Der Chip geht danach gleich wieder in den Schlafmodus, um Strom zu sparen. Natürlich kann es da mal sein, dass auch ein Reh oder Dachs vom Sensor erfasst wird, dafür werden auch mal zwei schnell hintereinander fahrende Bikende gemeinsem gezählt. Das ist bei diesen Zählern ganz normal und die Daten zeigen trotzdem die Grössenordnung und Entwicklung auf.
Wie werden die Daten übertragen?
Das passiert per Funk. Wegen der Batterielaufzeit war schnell klar, dass die Übertragung über das Mobilfunknetz nicht in Frage kommt, da dies zu viel Strom braucht. Auf der Suche nach Alternativen bin ich dann auf “The Things Network” aufmerksam geworden. The Things Network ist eine offene und freie Gemeinschaft, die weltweit und eben auch in Zürich ein Funknetz betreibt mit dem LoRaWAN Protokoll. Das Netzwerk besteht aus Gateways, die als Empfangs- und Sendeantennen funktionieren und diese Gateways werden von Privatleuten in Zürich betrieben (Es gibt auch eine kommerzielle Variante von Swisscom).
Das LoRa Protokoll ist optimiert für grosse Reichweiten (bis 15 km) und wenig Stromverbrauch. Der Kompromiss ist aber, dass nur kleine Datenmengen übertragen werden können. Mit über 200 Gateways in Zürich und viele davon draussen, war dann die Chance gross, dass wir auch im Wald Empfang haben.
2019 kaufte ich dann einen Gateway und einige Endgeräte für den Wald.
Wie werden die Daten gespeichert?
Wenn der Infrarotsensor eine bestimmte Anzahl gezählt hat, wird diese Zahl an das LoRa Netzwerk übergeben. Von dort wird es weitergeleitet auf eine kleine Applikation in der Google Cloud, welche die Daten entgegennimmt und in einer Datenbank mit dem Zeitstempel und dem Trail zusammen ablegt.
Vom Prototyp zum verlässlichen System
Ein Prototyp war relativ schnell zusammengebaut und auch die Software dazu war anfangs sehr einfach. Wie so oft in der Entwicklung von solch einem verteilten System ist der Weg vom Prototyp bis zu einem stabilen System dann doch oft lang und steinig. So hatte ich mit den folgenden Problemen zu kämpfen:
Die ersten Gehäuse waren nicht genug wasserdicht und es bildete sich Kondenswasser im Gehäuse, was die Elektronik gar nicht gerne hat. Lösung waren bessere Gehäuse und auch Silika Gel Kügelchen in das Gehäuse mit reinpacken.
In der Freien Wildbahn hat sich die Software immer mal wieder aufgehängt und hat einfach dauernd gezählt und gesendet, auch ohne Bikes vor dem Sensor, bis die Batterie leer war.
Wir wussten nicht wann die Batterie leer sein wird und daher waren die Geräte teilweise einige Woche offline.
Zum Glück haben wir Unterstützung bekommen - an der Online GV 2020 stelle ich das Projekt erstmal den Mitgliedern von Züritrails vor und kurz danach hat sich Tobias Meier für das Projekt gemeldet. Er hat viel mehr Erfahrung mit Elektronik und Hardware hat als ich und er hat mit viel Einsatz die Hard- und Software der Geräte im Feld stark verbessert.
Erste “Freestyle” Version der Hardware, bei der alles mit losen Kabeln verlötet war
Aktuelle Version mit Platine, auf die das Arduino Board aufgesteckt ist
(hier im Bild ohne die Platine mit den zwei Akkus)
In der aktuellen Hardware Version werden nicht nur die Zählerdaten übermittelt, sondern auch die Batteriespannung sowie die Luftfeuchtigkeit und Temperatur im Gehäuse.
Die Software ist Open Source und kann von jedem eingesetzt werden. Auch findet ihr alle wichtigen Informationen zur Hardware, falls ihr selbst Hand anlegen möchtet.
Und jetzt - ab auf die Trails!
Wie viele der 67’000 Abfahrten dieses Jahr sind von dir? Wie viele Abfahrten schaffen wir noch gemeinsam als Community dieses Jahr? Schwing dich aufs Rad und du unterstützt die Weiterentwicklung der Zürcher Bike-Infrastruktur auf die spassigste Art und Weise!
Hintergründe Schliessung Harakiri Trail
Wir verstehen, dass die Schliessung des Harakiri (auch als “Kami” bekannt) durch die Grün Stadt Zürich für manche unverständlich ist. Darum möchten wir hier erklären, warum dies geschehen ist und auf ein paar mehrfach gestellte Fragen eingehen. Wichtig an dieser Stelle: Es geht hier nicht darum, eine Vereinsmeinung zu äussern. Wir möchten über Gegebenheiten informieren, auf die wir keinen Einfluss haben und so gut es geht Klarheit in das Thema zu bringen.
Was ist die Üetliberg Schutzverordnung?
Der Üetliberg ist als Ganzes im nationalen Inventar der schützenswerten Landschaften des Bundes, weil seine vielfältige Naturlandschaft einzigartig ist. Damit diese so weit wie möglich erhalten bleibt, regelt die Schutzverordnung detailliert, wie die Natur einerseits geschützt werden kann und andererseits der Üetliberg trotzdem als Naherholungsgebiet genutzt werden kann. Weitere Details können den an verschiedenen Orten aufgestellten Tafeln (siehe Foto) entnommen werden.
Bei der Erarbeitung der Schutzverordnung im Jahre 2015 ist es Züritrails dank intensiver Lobbyarbeit gelungen, im Perimeter der Höcklerstrasse eine Schutzzone abzuwenden, nur deshalb konnte der Höcklertrail überhaupt gebaut werden.
Warum kann der Harakiri nicht legalisiert werden?
Der Trail führte durch das Waldreservat Sarbental. Waldreservate sind auf Dauer angelegte Schutzflächen für die ökologische Vielfalt, die möglichst ohne menschliche Störung wachsen sollen. Dieser Schutzstatus ist kaum zu ändern und bringt viele Konsequenzen mit sich. Auch für die Stadt als Waldbesitzer gelten dort besondere Regeln - z.B. dürfen umgestürzte Bäume nicht abtransportiert werden. Die Stadt Zürich steht in der Pflicht, diese Fläche zu schützen. Wäre der Harakiri also nicht in einem Schutzgebiet, hätte er dann legalisiert werden können? In diesem Fall wäre die Situation etwas besser, allerdings wäre es auch dann sehr schwierig gewesen, illegal erstellte Bauten zu legalisieren.
War es seit dem Gerichtsurteil legal, den Harakiri zu fahren?
Anfang Jahr hat das Bezirksgericht Affoltern am Albis entschieden, dass alle Wege, welche nicht ausdrücklich mit einem Fahrverbot versehen sind, mit dem Velo befahren werden dürfen. Dies gilt für den gesamten Kanton Zürich und ist sehr erfreulich für Bikende. Das Urteil bedeutet jedoch nicht, dass man frei durch den Wald fahren darf. Ein Weg muss kartiert sein - wir empfehlen, sich an die swisstopo Karte zu halten, um zu prüfen, ob ein Weg eingetragen ist. Das Waldgesetz des Kantons Zürich hält zudem klar fest, dass man im Wald nicht eigenständig Bauten (z.B. Sprünge und Anlieger-Kurven) oder Trails errichten darf. Aus diesen Gründen hat das Urteil das Befahren des Harakiri nicht legalisiert.
Was braucht es, um einen Trail zu legalisieren?
Für einen neuen legalen Trail braucht es viel - wir versuchen das hier mal kurz zusammenzufassen:
Einwilligung des Grund- also Waldbesitzers: Ohne seine Unterschrift kann kein Baugesuch eingereicht werden.
Planung, inklusive:
Berücksichtigung aller geltenden Zonen: Ein Biketrail durch ein Naturschutzgebiet ist unmöglich. Aber auch andere Zonen müssen berücksichtigt werden, zum Beispiel archäologische Stätten.
Absicherung Unterhalt: Der Trail muss nachhaltig sein. Das heisst, der Unterhalt muss in Bezug auf die erwarteten Abfahrten voraussichtlich leistbar sein.
Absprache und Einverständnis aller Stakeholder: Vom Forst über die Wildhut bis zur Archäologie müssen alle Interessengruppen im Boot sein, sonst werden diese beim Baugesuch ein Veto einlegen.
Baugesuch: Ein formal korrektes Baugesuch mit detaillierten Plänen zur Streckenführung und mit den geplanten Bauten (z.B. Sprüngen).
Baustart: Sind alle diese Hürden genommen und allfällige Beschwerden zugunsten des Trails ausgegangen, kann der Trail gebaut/legalisert werden.
Wer mehr darüber erfahren möchte, kann auch in der Dokumentation der BFU nachlesen.
Zum Abschluss
Wir verstehen, dass die Ereignisse der letzten Wochen manchen nah gehen. Auch wir bedauern, dass diese Massnahmen nötig waren. Unser Ziel ist es, durch ein konstruktives Miteinander die Trailsituation am Uetliberg langfristig attraktiver zu machen.
Du willst mehr legale Trails rund um Zürich? Werde Mitglied bei Züritrails! Falls du es schon bist oder dich noch mehr engagieren möchtest, melde dich bei praesidium@zueritrails.ch - mit mehr Support können wir auch mehr bewegen!
14. ordentliche Mitgliederversammlung vom 13. April 2023
Rund 50 der aktuell über 1300 Züritrails Mitglieder*innen trafen sich an einem regnerischen Donnerstagabend zur 14. ordentlichen Züritrails Mitgliederversammlung. Wie immer gab es die für einen Verein obligatorischen Punkte Vorstand, Rechnung, Decharge und Budget abzuhandeln. Daneben gab es -auch wie immer- wieder spannende Infos zum Mountrainbiken in Zürich:
Valentin ist nach 7 Jahren als Präsident von Züritrails zurückgetreten.
Es war uns vom Vorstand ein Freude, mit Valentin zusammenzuarbeiten. Er hat sich als engagierter Lobbyist für die Anliegen der Mountainbiker eingesetzt. Dies trug Früchte in einer guten Zusammenarbeit mit den Behörden, dem Zürcher Sportpreis 2019 und dem Höcklertrail. Herzlichen Dank für dein Engagement bei Züritrails, Valentin!Wir haben ein neues Präsidium
Luise Rohland und Flurin Dörig teilen sich ab sofort das Präsidentenamt von Züritrails. Wir freuen uns ausserordentlich, dass nun eine jüngere Generation den Verein prägen wird und dass wir zwei tief in der Bikeszene verankerte Personen für diese Amt finden konnten. Alles Gute für eure Arbeit, Luise und Flurin!Neue Biketrails am Zürichberg
Die Vorbereitungen für neue Biketrails am Zürichberg haben einen ersten wichtigen Meilenstein erreicht. Zusammen mit den wichtigsten Stakeholdern sind 3 Trailkorridore ausgearbeitet worden, mit einem total von dereinst 5-6 km spezifischen Biketrails. Mehr Infos und Insights zu den Hintergründen findest du hier.Mehr Happiness im Wald
Züritrails unterstützt die Initiative von Alec für mehr Rücksicht und Respekt auf den Trails. Werde auch Teil der Kampagne!Cycle Week mit ZüriDirt Contest
Die Cycle Week steht vor der Tür! Vom 11. bis 14. Mai findet das nationale Velofestival wiederum in Zürich statt. Aus unserer Sicht ist der internationale ZüriDirt Contest der Höhepunkt davon. Ganz nah dabei sein als Helfer? Dann melde dich doch gleich hier.
Noch ein paar Details zur Mitgliederversammlung mehr findest du im angehängten Handout.
13. Mitgliederversammlung vom 5. April 2022
Nach zwei Jahren Unterbruch konnten wir die Mitgliederversammlung wieder physisch durchführen. Wir trafen uns im Volkshaus und es standen zahlreiche Traktanden und Diskussionspunkte auf der Agenda:
Die kurze Mitgliederumfrage vom März 22
Rückblick auf die Kurse und Events von 2021
Die positive Jahresrechnung 2021 und das Budget 2022
Die Familienmitgliedschaft ist jetzt aktiv
Wahl vom Vorstand mit den neuen Mitgliedern Luise Rohland und Robert Bütler
Alte, neue und zukünftige Biketrails
Abfahrtszahlen auf den Biketrails
Wieso das querwaldein-fahren und das selber-bauen von Trails für die Bike-Community ein Problem ist
Aufruf für mehr Präsenz an den Trailwisch
Kampagne “Am Wald z’lieb”
Projekt 2000: Wir wollen bis Ende Jahr 2000 Vereinsmitglieder!
Ein wenig mehr ins Detail geht die Präsentation, welche du dir hier anschauen kannst.
Herzlichen Dank an Alle die dabei waren und mit uns spannende Diskussionen zu Biketrails und zur Bikepolitik geführt haben.
12. Mitgliederversammlung vom 27. Mai 2021
Natürlich hätten wir uns eine Mitgliederversammlung mit physischer Präsenz erhofft, aber auch dieses Jahr musste die Mitgliederversammlung als Webinar stattfinden. Daran sind wir uns inzwischen gewöhnt und dementsprechend hatten wir eine gute Einschaltquote und eine engagierte Diskussion.
Die Präsentation habe wir zu einem Protokoll umgeschrieben und du kannst dich damit schlau machen, was alles präsentiert und diskutiert wurde.
Happy Trails vom Vorstand!
Höcklertrail: Update zum Jahresende
Ende September haben wir mit dem Trailbau begonnen und drei Monate später haben die meisten von euch mindestens schon ein Stück des Trails gesehen.
Wir sind im Oktober und November bestens vorwärts gekommen. Die Crew von Velosolutions konnte dank den guten Witterungsverhältnissen beinahe immer arbeiten und hat bereits etliche Teilstücke des Trails fertiggestellt.
Der abwechslungsreiche Trail wird einerseits mit Maschinen, andererseits aber auch von Hand gebaut. Leider konnten wir witterungsbedingt nur zwei der geplanten vier Trailbautage durchführen. An diesen zwei Tagen haben Biker aus der Community ihren ganz eigenen kleinen Abschnitt realisiert und werden sich sicher gerne bei jeder Fahrt daran erinnern.
Im Dezember wurden die Wetterverhältnisse dann aber immer schwieriger. Das machte es leider unmöglich, die bereits fertiggestellten Sektionen freizugeben. Und schlussendlich mussten die Trailbauarbeiten eingestellt werden.
Der Trail wurde deshalb Mitte Dezember eingewintert und ist geschlossen. Es ist wichtig, dass der Trail jetzt nicht befahren wird, da er durch den Frost, Schnee und das Wechselspiel mit Tau zu weich ist. Grosser Schaden würde durch das Befahren entstehen.
Die Arbeiten werden wieder aufgenommen, sobald es die Verhältnisse und Wetteraussichten zulassen. Wir rechnen noch mit ca. vier Wochen Bauzeit. Natürlich soll es dann auch noch ein-zwei mal Gelegenheit geben selber am Trail arbeiten zu können.
11. Mitgliederversammlung
Ein kurzer Rückblick, viele Informationen zu unseren Infrastrukturprojekten und ein Ausblick auf die Goodies die uns zum 10. Jahres Jubiläum des Vereins erwarten.
Zum ersten -und hoffentlich letzten- mal mussten wir die Mitgliederversammlung online als Webinar abhalten. Wir hatten aber trotzdem immer rund 60 Mitglieder die dabei waren und auch engagiert via Chat Fragen stellten.
Die Präsentation führt euch durch des Webinars und im Protokoll erfahrt ihr, was wir diskutiert haben.
Happy Trails wünscht euch der Vorstand
Trailwisch Adlisberg
Wann: Sonntag 24. November 2019 von 10Uhr bis 16Uhr
Wo: 10Uhr Restaurant Degenried
Eine Woche nach dem Antennentrail ist auf der anderen Seite der Stadt der Adlisberg Trail an der Reihe. Wir werden den Trail fit für den Winter machen. Laub rausrechen und die Drainagen öffnen stehen auf dem Programm. Nach der Arbeit gibt es Wurst & Bier für alle Helfer.
Der Event wird nur Durchgeführt, wenn sich mindestens acht Leute anmelden!